Einmal schlucken, bitte
Kolumne
05.09.2011
Der Nordosten hat gewählt. Auch der Osten im Nordosten. Ganz im Osten, sozusagen. Fast schon dort, wo die Sonne aufgeht.
Und was beleuchtet sie? Ostvorpommern zum Beispiel. Und ja, der durchschnittliche Ostvorpommeraner hat sich besonnen, hat den Kopf ein klein wenig von rechts abgewandt. Nur noch 10,4 und 11,3 Prozent erreichte die NPD in den beiden Wahlkreisen.
Im Landkreis Uecker-Randow, der südlich an Ostvorpommern grenzt (beide Landkreise grenzen im Osten an Polen), bleibt man sich dagegen treu. Hier gewannen die Nationalen sogar teilweise noch dazu. In Uecker-Randow I erreichten sie zwölf Prozent, in Uecker-Randow II sogar 15,4 Prozent. Ja, richtig gelesen: Beinahe jeder sechste, der dort am Sonntag zur Wahl gegangen ist, hat sein Kreuz bei der NPD gemacht.
Das ist aber auch ein Kreuz mit dem Osten im Osten. Vielleicht sollte man die Grenze ein bisschen nach Westen verschieben. Aber wir wollen doch nicht ausgrenzen! Wozu auch? Laut einer Umfrage, so erfuhr ich gerade vom NDR-Fernsehen, wünschten sich im gesamten nordöstlichen Bundesland ganze 12 Prozent die NPD im Landtag. Die kann man doch nicht alle wegschicken! Dann wohnt hier oben ja bald keiner mehr.
Probleme über Probleme
Und es gibt ja, so zeigt es eben jene Umfrage, auch gute Gründe, ganz, ganz rechts zu wählen. 48 Prozent gaben an, sie glaubten zwar nicht, dass die NPD die Probleme im Land lösen könne, doch sie spreche sie wenigstens an. Und das ist doch schon mal was.
Da schämt man sich ja fast, wenn man wie ich (und ich war überrascht, ist es hier doch eher ländlich) aus einem der 10 von 36 Wahlkreisen kommt, die gegen den Strom schwimmen, indem sie die NPD die Fünf-Prozent-Hürde unterschreiten ließen. Hier scheint man die Augen vor den Problemen zu verschließen.
Vielleicht sollte ich in den Uecker-Randow-Kreis ziehen. Da würde ich dann lernen, mich den Problemen zu stellen. Aber so richtig!
(pb)
Der Nordosten hat gewählt. Auch der Osten im Nordosten. Ganz im Osten, sozusagen. Fast schon dort, wo die Sonne aufgeht.
Und was beleuchtet sie? Ostvorpommern zum Beispiel. Und ja, der durchschnittliche Ostvorpommeraner hat sich besonnen, hat den Kopf ein klein wenig von rechts abgewandt. Nur noch 10,4 und 11,3 Prozent erreichte die NPD in den beiden Wahlkreisen.
Im Landkreis Uecker-Randow, der südlich an Ostvorpommern grenzt (beide Landkreise grenzen im Osten an Polen), bleibt man sich dagegen treu. Hier gewannen die Nationalen sogar teilweise noch dazu. In Uecker-Randow I erreichten sie zwölf Prozent, in Uecker-Randow II sogar 15,4 Prozent. Ja, richtig gelesen: Beinahe jeder sechste, der dort am Sonntag zur Wahl gegangen ist, hat sein Kreuz bei der NPD gemacht.
Das ist aber auch ein Kreuz mit dem Osten im Osten. Vielleicht sollte man die Grenze ein bisschen nach Westen verschieben. Aber wir wollen doch nicht ausgrenzen! Wozu auch? Laut einer Umfrage, so erfuhr ich gerade vom NDR-Fernsehen, wünschten sich im gesamten nordöstlichen Bundesland ganze 12 Prozent die NPD im Landtag. Die kann man doch nicht alle wegschicken! Dann wohnt hier oben ja bald keiner mehr.
Probleme über Probleme
Und es gibt ja, so zeigt es eben jene Umfrage, auch gute Gründe, ganz, ganz rechts zu wählen. 48 Prozent gaben an, sie glaubten zwar nicht, dass die NPD die Probleme im Land lösen könne, doch sie spreche sie wenigstens an. Und das ist doch schon mal was.
Da schämt man sich ja fast, wenn man wie ich (und ich war überrascht, ist es hier doch eher ländlich) aus einem der 10 von 36 Wahlkreisen kommt, die gegen den Strom schwimmen, indem sie die NPD die Fünf-Prozent-Hürde unterschreiten ließen. Hier scheint man die Augen vor den Problemen zu verschließen.
Vielleicht sollte ich in den Uecker-Randow-Kreis ziehen. Da würde ich dann lernen, mich den Problemen zu stellen. Aber so richtig!
(pb)
dass das abschneiden der npd bedenklich ist steht außer frage... aber wenn unsere großen volksparteien, vor allem die christlichen lobbyisten, öffentlich ausplaudern dass sie planen die grundprinzipien der demokratie zu untergraben... DANN wundert mich wirklich garnichts mehr, nicht mal die teilweisen 15% der npd... die bürger sehen keine andere möglichkeit um ihrer wut und ihrem protest luft zu machen!
wir müssen die URSACHEN bekämpfen, nicht die FOLGEN! dass npd gewählt wird ist nur eine folge... aber das ist leider so üblich in unserem schönen land, bestes beispiel - die netzsperren (auch wenn sie wieder weg sind)
um mißverständnisse auszuräumen: ich habe die grünen gewählt.
wir müssen die URSACHEN bekämpfen, nicht die FOLGEN! dass npd gewählt wird ist nur eine folge... aber das ist leider so üblich in unserem schönen land, bestes beispiel - die netzsperren (auch wenn sie wieder weg sind)
um mißverständnisse auszuräumen: ich habe die grünen gewählt.
der bürger hat gewählt. mehr kann man dazu auch nicht sagen. man lebt ja schliesslich nicht alleine im land. ich bin bisher immer zur wahl gegangen. aber ich kann die menschen verstehen, die nicht mehr hingehen. ich habe das gefühl, das eine gewisse ignoranz in der politik herrscht. alles auf biegen und brechen und nach mir die sinnflut. und ich denke auch es wird immer schlimmer, solange jeder einzelne an sich selber denkt und nicht mehr an die gemeinschaft. gewinne maximieren ist ja heutzutage das zauberwort. und das wird noch ganz schlimm enden.
Das politische Dessinteresse ist aber auch der beste Beweis dafür das jeder nur an sich denkt und in seine eigene ziemlich beschränkte Welt von Vergnügungssucht flieht.Wer nur die für sich positiven dinge im Leben betrachtet dem fehlt der Sinn für dafür Ansätze zu schaffen um die negativen dinge im Leben zu verbessen.
Der Ansatz nicht Wählen zu gehen ist nur ein Armutszeugnis von angeblich positiven Versuchen damit etwas bewirken zu können.Ganz im gegenteil.Es liegt nicht nur an den Politikern sondern eben auch an jeden einzelnen etwas zu tun um Ansätze zur Verbesserung zu schaffen.
Wir können von großen Glück sprechen wenn wir sagen das dieses Wahlergebnis trotz der geringen Beteiligung als positives zu werten ist.Wenn auch eine Partei wiedereinmal den Einzug geschafft hat die keinerlei positive Ansätze hat die Verbesserungen schaffen könnten.
Der Ansatz nicht Wählen zu gehen ist nur ein Armutszeugnis von angeblich positiven Versuchen damit etwas bewirken zu können.Ganz im gegenteil.Es liegt nicht nur an den Politikern sondern eben auch an jeden einzelnen etwas zu tun um Ansätze zur Verbesserung zu schaffen.
Wir können von großen Glück sprechen wenn wir sagen das dieses Wahlergebnis trotz der geringen Beteiligung als positives zu werten ist.Wenn auch eine Partei wiedereinmal den Einzug geschafft hat die keinerlei positive Ansätze hat die Verbesserungen schaffen könnten.
In Not der ländlichen Gebieten wie der Uecker-Randokreis wundert mich garnichts mehr.
Wenn die Politik in Berlin nicht bald die Reizleine zieht und weiter nur an sich denkt( geheime Diätenerhöhung Anfang des Jahres) wird es noch schlimmer kommen. Die Bürger haben einfach die Nase voll. Politisch gesehen werden sie veräppelt und das nach Strich und Faden. Thema Griechenland, Maut für alle Autofahrer, Rente, Schulpolitik, Energie, Arbeitsmarkt und so weiter. Sie reden sich um Stimmen und winden sich wie die Aale. Danke auf jedenfall das die FDP soviel verloren hat. Diese Lügenbarone sind erstmal wieder mit sich selber beschäftig. So nun zu der NPD. Leute die diese Partei wählen sind entweder Anhänger, selber in der Partei, geistig zurück geblieben, Jugendliche oder total verzweifelt.
Da hilft kein Diskutieren sondern handeln. Handeln in dem man anfängt wirkliche Politik zu machen. Kindergeld kann sich der Staat sparen, sollen sie die Kosten dafür in Kindergärten, Schulen, einsetzen. Seit Jahren wird über Mindestlöhne geredet, aber halt nur geredet. Die Leute gehen arbeiten und der Lohn zieht genauso aus wie zu DM- Zeiten. Wer jetzt 11 Euro hat ist schon glücklich, aber davon kann sich kein Arbeitnehmer mehr ernähren. Miete mit Nebenkosten liegen oftmals über die Hälfte des Einkommens, dann Versicherungen, Wasser, Gas und sonstige Abgaben vorallen das Fahrzeug, weil ohnedem ja keine Arbeit mehr möglich ist. Also unter dem Strich, hurra bleiben doch noch ca 400 Euro über. So sieht es in fast allen Famielen aus. Dann kann man den Unmut verstehen.
Ich hingegen werde niemals die NPD wählen. Schon aus moralischen Gründen. Wenn die Politik ihre Moral auf dem Prüfstand stellen würde gebe es kaum noch Politiker, weil sie fast alle durch den TÜV fallen würden.
Trotzdem war ich wählen und kann nur allen Nichtwählern sagen, schämt Euch. Große Klappe und nichts dahinter. Und wenn man einfach seinen Wahlschein für ungültig gemacht hätte, aber nicht hin zu gehen ist das letzte.
Wenn die Politik in Berlin nicht bald die Reizleine zieht und weiter nur an sich denkt( geheime Diätenerhöhung Anfang des Jahres) wird es noch schlimmer kommen. Die Bürger haben einfach die Nase voll. Politisch gesehen werden sie veräppelt und das nach Strich und Faden. Thema Griechenland, Maut für alle Autofahrer, Rente, Schulpolitik, Energie, Arbeitsmarkt und so weiter. Sie reden sich um Stimmen und winden sich wie die Aale. Danke auf jedenfall das die FDP soviel verloren hat. Diese Lügenbarone sind erstmal wieder mit sich selber beschäftig. So nun zu der NPD. Leute die diese Partei wählen sind entweder Anhänger, selber in der Partei, geistig zurück geblieben, Jugendliche oder total verzweifelt.
Da hilft kein Diskutieren sondern handeln. Handeln in dem man anfängt wirkliche Politik zu machen. Kindergeld kann sich der Staat sparen, sollen sie die Kosten dafür in Kindergärten, Schulen, einsetzen. Seit Jahren wird über Mindestlöhne geredet, aber halt nur geredet. Die Leute gehen arbeiten und der Lohn zieht genauso aus wie zu DM- Zeiten. Wer jetzt 11 Euro hat ist schon glücklich, aber davon kann sich kein Arbeitnehmer mehr ernähren. Miete mit Nebenkosten liegen oftmals über die Hälfte des Einkommens, dann Versicherungen, Wasser, Gas und sonstige Abgaben vorallen das Fahrzeug, weil ohnedem ja keine Arbeit mehr möglich ist. Also unter dem Strich, hurra bleiben doch noch ca 400 Euro über. So sieht es in fast allen Famielen aus. Dann kann man den Unmut verstehen.
Ich hingegen werde niemals die NPD wählen. Schon aus moralischen Gründen. Wenn die Politik ihre Moral auf dem Prüfstand stellen würde gebe es kaum noch Politiker, weil sie fast alle durch den TÜV fallen würden.
Trotzdem war ich wählen und kann nur allen Nichtwählern sagen, schämt Euch. Große Klappe und nichts dahinter. Und wenn man einfach seinen Wahlschein für ungültig gemacht hätte, aber nicht hin zu gehen ist das letzte.
Hey hey...es gibt weitaus schlimmeres als nicht wählen zu gehen!
Ich selber konnte nicht...lag im Krankenhaus...wäre aber gegangen...kann aber in gewisserweise nachvollziehen das es immer mehr Politikverdrossenheit im Land gibt....Normal müsste keiner mehr wählen gehen, damit mal etwas passiert!
Jeder 5. Deutsche lebt unter der Armutsgrenze bzw. hält sich mit Minijobs über Wasser...als Belohnung geht man dann noch wählen.
Die NPD würde ich allerdings auch nicht wählen, wenn ich den Pastör nur quatschen höre wird mir schon brechübel!!
Ich weiss auch nicht was die Leute in Üecker Randow treibt diese Partei zu wählen...entweder leben dort besonders viele Unaufgeklärte oder Gehirnlose!
Ich selber konnte nicht...lag im Krankenhaus...wäre aber gegangen...kann aber in gewisserweise nachvollziehen das es immer mehr Politikverdrossenheit im Land gibt....Normal müsste keiner mehr wählen gehen, damit mal etwas passiert!
Jeder 5. Deutsche lebt unter der Armutsgrenze bzw. hält sich mit Minijobs über Wasser...als Belohnung geht man dann noch wählen.
Die NPD würde ich allerdings auch nicht wählen, wenn ich den Pastör nur quatschen höre wird mir schon brechübel!!
Ich weiss auch nicht was die Leute in Üecker Randow treibt diese Partei zu wählen...entweder leben dort besonders viele Unaufgeklärte oder Gehirnlose!
Das kann ich mir so nicht vorstellen...Meinst du das sie von den Rechten unter Druck gesetzt werden oder die Nähe zu Polen??
Eher die Angst des Lebensstandarts.Warscheinlich haben sie Angst davor das ihre Jobs gefährdet sein könnten wenn die Löhne immer weiter sinken und keine einheitliche Regelung besteht die ihnen wiederum die Angst davor nehmen könnte.Denn darum geht es den Menschen vorwiegend.Das Thema Mindestlohn wurde nun schon mehrmals dazu missbraucht Wahlstimmen zu gewinnen.Nun ist es an der Zeit diese auch umzusetzen.Schon alleine um das Vertrauen in die Politik zu fördern.
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