Alarmierende Zahlen - Macht studieren krank?
City- & Szenenews
18.06.2008
Nix von wegen "lockeres Studentenleben"! Immer mehr Studenten verkraften den wachsenden Druck an der Uni nicht. Die Folgen sind Depressionen und Burn-Out-Syndrom.
Laut der Nachrichtenagentur ddp melden Hochschulseelsorger eine zunehmende Zahl von Studenten, die dem Leistungsdruck an der Uni nicht mehr standhalten können. Beispielsweise sei die Zahl dieser Fälle bei den katholischen Beratungsstellen in München in den vergangenen drei bis vier Semestern um etwa 20 Prozent gestiegen.
Robert Lappy, Koordinator der katholischen Hochschulseelsorge in München, sieht den Hauptgrund dieser Zunahme in der Umstellung der Universitäten auf die neuen Bachelor- und Masterstudiengänge. Die Studierenden haben nun mit höheren Anforderungen zu kämpfen. Mehr Verpflichtungen z.B. in Form von mehr Anwesenheitspflicht führen zu Zeitdruck.
Der erhöhte Druck ist insbesondere für diejenigen Studenten fatal, die weder Bafög noch finanzielle Unterstüzung von den Eltern bekommen. Sie haben, gerade seit der Einführung von Studiengebühren, zusätzlich mit finanziellen Sorgen zu kämpfen.
Nicht zuletzt haben viele Studenten auch Probleme damit, sich selbst zu organisieren und zu motivieren. Es fällt ihnen schwer, sich ihre Zeit sinnvoll einzuteilen und selbstständig zu lernen. Nach Ansicht von Robert Lappy bereiten die Schulen viel zu wenig darauf vor.
(ddp/sh)
Nix von wegen "lockeres Studentenleben"! Immer mehr Studenten verkraften den wachsenden Druck an der Uni nicht. Die Folgen sind Depressionen und Burn-Out-Syndrom.
Laut der Nachrichtenagentur ddp melden Hochschulseelsorger eine zunehmende Zahl von Studenten, die dem Leistungsdruck an der Uni nicht mehr standhalten können. Beispielsweise sei die Zahl dieser Fälle bei den katholischen Beratungsstellen in München in den vergangenen drei bis vier Semestern um etwa 20 Prozent gestiegen.
Robert Lappy, Koordinator der katholischen Hochschulseelsorge in München, sieht den Hauptgrund dieser Zunahme in der Umstellung der Universitäten auf die neuen Bachelor- und Masterstudiengänge. Die Studierenden haben nun mit höheren Anforderungen zu kämpfen. Mehr Verpflichtungen z.B. in Form von mehr Anwesenheitspflicht führen zu Zeitdruck.
Der erhöhte Druck ist insbesondere für diejenigen Studenten fatal, die weder Bafög noch finanzielle Unterstüzung von den Eltern bekommen. Sie haben, gerade seit der Einführung von Studiengebühren, zusätzlich mit finanziellen Sorgen zu kämpfen.
Nicht zuletzt haben viele Studenten auch Probleme damit, sich selbst zu organisieren und zu motivieren. Es fällt ihnen schwer, sich ihre Zeit sinnvoll einzuteilen und selbstständig zu lernen. Nach Ansicht von Robert Lappy bereiten die Schulen viel zu wenig darauf vor.
(ddp/sh)
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