An Überarbeitung gestorben

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05.06.2010

Es ist ein immenser Druck, der auf den Schultern des iPhone-Herstellers Foxconn lastet: Nachdem zehn Mitarbeiter Selbstmord begangen hatten, hatte das Unternehmen Suizid vertraglich verboten. Nun starb ein weiterer Angestellter durch Überarbeitung - was Foxconn selbst aber nicht einsehen will.

Seit Wochen steht der iPhone-Hersteller Foxconn unter Beschuss:

Zehn Mitarbeiter hatten sich innerhalb kürzester Zeit aufgrund der Arbeitsbedingungen das Leben genommen (der Spion berichtete). Nun ist ein weiterer Mitarbeiter des Unternehmens gestorben: Und zwar, nach Angaben seiner Familie, an Überarbeitung.

Wie die Welt berichtet, soll der Angestellte über einen Monat lang durchweg in Nachtschichten gearbeitet haben - manches Mal 24 Stunden lang, ohne Pause.
Hon Hai Precision Industry, die Mutter von Foxconn, sieht das allerdings anders: "Wir haben uns die Angelegenheit angesehen und nichts gefunden, was den Vorwurf, dass es einen Zusammenhang mit der Arbeit gibt, bestätigt."

"Werkbank der Welt" - oder Sargnagel?

Der Schatten, den die Vorfälle über das Unternehmen werfen, wird immer länger - bezeichnet man Foxconn doch als "Werkbank der Welt", die für Apple, Dell oder Hewlett-Packard produziert. Steve Jobs, Kopf von Apple, hat sich erstmals zu den Selbstmorden geäußert - und verteidigt das Unternehmen: Foxconn sei kein "Ausbeuterunternehmen". Nichtsdestotrotz wolle man die Vorfälle noch mal überprüfen.

Anders die Reaktion der chinesischen Arbeiter. In einem Land, in dem Streiks eigentlich verboten sind, lehnen sich die Angestellten jetzt auf: Mitunter wurden bei dem Autohersteller Honda Motor ganze Produktionen lahmgelegt.

Auch die Unternehmen reagieren auf die Vorfälle - und erhöhen die Löhne ihrer fleißigen Arbeiter. Allen voran Foxconn, wo das Gehalt mit sofortiger Wirkung um
30 % angehoben wurde...

(nm)
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Kommentare insgesamt

Andreas B.
06.06.2010 00:33
reg. Mitglied
offenbar lernen die Jungs auch da unten, dass es etwas bringt, wenn der Arbeitgeber nicht mehr unbeachtet machen kann, was er für richtig hält...

Gi N.
06.06.2010 01:56
reg. Mitglied
diese unternehmen scheinen einen emensen druck wegen den geringen gewinnspannen zu haben und beuten daher ihre mitarbeiter aus. unser ,,geiz ist geil" kostet den armen schweinen das leben...

Stefan B.
06.06.2010 10:00
reg. Mitglied
Was hier nicht thematisiert wird: die Suizidrate ist bei Foxconn gegenüber anderen Unternehmen noch vergleichsweise niedrig.
Und eine 30%ige Gehaltserhöhung bedeutet, dass von umgerechnet ca. 100€ auf ca. 130€ erhöht wird. Wahnsinn!

Na ja ... sie produzieren iPods. ... Das reicht um sich für News zu qualifizieren.

06.06.2010 10:56
Gast
unser ,,geiz ist geil" kostet den armen schweinen das leben...

Diejenigen, die sich immer als so human darstellen, Multikulti und bla blubb, die sollten genau JETZT mal ihr Handy rausnehmen und gucken, mit was sie da telefonieren

Gute Botschaft @valli - zieht sich durch alle Bereiche des Lebens.

06.06.2010 18:00
Gast
Die sollten hier in Deutschland auch mal langsam aufwachen wieviele gehen für einen zugeringen Lohn arbeiten.
Oder haben nur mindestlöhne wenn ich da den unterschied Ost West wieder seh is das emenz.
Und Wir im Osten arbeiten bestimmt nich schlechter im gegenteil.

06.06.2010 18:48
Gast
Ich denke das Thema Ost/West ist ein wenig off topic aber erstmal sollte es das gar net mehr geben und da noch Lohnunterschiede zu machen is oberdreist und trägt so überhaupt nicht dazu bei das man ein Land ist.
Womit rechtfertigt sich das eigentlich?

Nun zum eigentlichen Thema...will Foxconn mit diesen Nachrichten Werbung?Was ich echt bezweifle oder bewirken diese Schlagzeilen eine Revolte und es wird sich mal bessern?
Der Absatz scheint sich ja nicht zu verringern.
Das könnten WIR zumindest tun-den Kauf boykottieren.

Andy E.
06.06.2010 18:57
reg. Mitglied
ich glaube wir können da wenig ändern, denn zum einen müssten wir nachforschen wer nun wirklich dieses handy oder jenen drucker herstellt oder zusammensetzt und zweitens hat wohl kaum einer so viel zeit sind damit derart auseinanderzusetzen, zumal selbst bei bio manchmal nicht mal bio drin ist. es müssen stärkere kontrollen und vor allem unabhängige kontrollen und gremien eingesetzt werden um ein gewisses maß an fairnis zu erreichen.

06.06.2010 19:33
Gast
@dulotax: Okay,das akzeptiere ich so und würd ich auch unterschreiben.Ich bezweifle allerdings das dies geschehen wird.Irgendwo muss ja ein Anfang getan werden...ein realistischer Anfang,der den Menschen da im Chinaland auch hilft.

Mein ich so.Ich kauf mir auch kein iphone-versprochen.

Geronimo
06.06.2010 22:11
reg. Mitglied
Ich arbeite gern !
Teilweise 16 Stunden am Tag.
Ich weiß nicht wann ich sterbe.
Aber: um die Statistik nicht all zu hoch zu treiben, habe ich mir vorgenommen in den restlichen 8 Stunden meiner Freizeit zu sterben.

Andy E.
06.06.2010 22:47
reg. Mitglied
ich kaufe mir auch keins @unheilige, ich brauche sowas nciht. habe so ein sony ericson, nun ja, made in korea und finished in china. grübel...

nur was soll man machen? in china herrscht eine diktatur wenn ich es mal so sagen darf. sie verbieten journalisten und zensieren, sperren seiten und so weiter. was soll man dagegen tun wenn die regierung das so hinnimmt und das im kommunismus, der ja nun wirklich den arbeitnehmern den rücken stärken soll???
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