Das Palituch – Der Trend um ein Accessoire mit Geschichte
City- & Szenenews
Wieder zurück: Das Palituch
30.11.2007
Derzeit kann man in den Auslagen vieler Geschäfte und an den Hälsen junger Menschen einen neuen Trend ablesen. Das so genannte Palästinensertuch ist wieder da. In den 70er und 80er Jahren war das Tuch als Accessoire in vielen linken, sozialen Bewegungen beliebt. In den letzten Jahren war die Kufiya, so der arabische Name, in der modischen Versenkung verschwunden. Es tauchte meist nur noch am Hals der jungen Punker auf, die in der Fußgängerzone der Innenstadt nach ein paar Cents fragen. Jetzt ist es wieder da und wird überall getragen. Von den Popstars Kandidaten im Fernsehen bis zu den Jugendlichen auf der Straße, allerorten sieht man Palitücher. Und wie es sich für einen ordentliches Revival gehört sind die aktuellen Tücher bunter denn je.
Das Modelabel Hüftgold aus Berlin wirbt für ihre Palitücher mit dem Verweis auf die Mischung von rebellisch-nostalgischen Symbolwert und bunten Farben, die sich in das aktuelle Modegeschehen einfügen. Sie erwähnen allerdings auch, dass dieses Kleidungsstück eine Geschichte hat. Und diese rief Kritiker auf den Plan. Das Tuch wurde in den 1930er Jahren von Amin el Husseini in Palästina eingeführt. Der fanatische Judenhasser und Mufti von Jerusalem gab dem Kleidungsstück damit seine Bedeutung als Symbol des Befreiungskampfes der Palästinenser gegen die Israelis. Die bekannteste popkulturelle Erscheinung dürfte das Palituch in der Vergangenheit als ständiger Begleiter des verstorbenen Yassir Arafat gehabt haben.
Für einige war das Tuch als politisches Symbol aufgrund der Assoziationen mit islamistischem Terror nicht mehr tragbar. Zunehmender Beliebtheit erfreute sich die Keffiya zwischenzeitlich auch unter Rechtsextremen. Sie trugen das Tuch als Symbol der Solidarität mit den Palästinensern, weil diese gegen den Staat Israel kämpfen.
Den meisten Trägern, die sich heute für das Tuch entscheiden, dürften solche Hintergründe völlig egal sein. Schließlich geht es ihnen um ein Accessoire und nicht um Politik. So antworteten die meisten von der Hamburger Morgenpost dazu befragten Menschen, dass es ihnen das Tuch ganz einfach gefällt und es warm hält. Angesichts des aktuellen Trends um das Pali Tuch entstanden mittlerweile auch Abwandlungen vom traditionellen Muster. So gibt es Tücher auf denen Davidsterne im Muster enthalten sind. Das Statement gegen Israel entfällt dabei einfach. In Berlin haben hedonistische Blogger vor kurzem ebenfalls das Palituch abgewandelt. An statt des traditionellen Musters finden sich dort u.a. Kondome, Sexspielzeuge, Ecstasy- und Viagra Pillen aufgedruckt. Über das Internet vertreiben sie ihre Version des Tuches.
Es ist, so scheint es, mittlerweile für jeden etwas dabei.
Derzeit kann man in den Auslagen vieler Geschäfte und an den Hälsen junger Menschen einen neuen Trend ablesen. Das so genannte Palästinensertuch ist wieder da. In den 70er und 80er Jahren war das Tuch als Accessoire in vielen linken, sozialen Bewegungen beliebt. In den letzten Jahren war die Kufiya, so der arabische Name, in der modischen Versenkung verschwunden. Es tauchte meist nur noch am Hals der jungen Punker auf, die in der Fußgängerzone der Innenstadt nach ein paar Cents fragen. Jetzt ist es wieder da und wird überall getragen. Von den Popstars Kandidaten im Fernsehen bis zu den Jugendlichen auf der Straße, allerorten sieht man Palitücher. Und wie es sich für einen ordentliches Revival gehört sind die aktuellen Tücher bunter denn je.
Das Modelabel Hüftgold aus Berlin wirbt für ihre Palitücher mit dem Verweis auf die Mischung von rebellisch-nostalgischen Symbolwert und bunten Farben, die sich in das aktuelle Modegeschehen einfügen. Sie erwähnen allerdings auch, dass dieses Kleidungsstück eine Geschichte hat. Und diese rief Kritiker auf den Plan. Das Tuch wurde in den 1930er Jahren von Amin el Husseini in Palästina eingeführt. Der fanatische Judenhasser und Mufti von Jerusalem gab dem Kleidungsstück damit seine Bedeutung als Symbol des Befreiungskampfes der Palästinenser gegen die Israelis. Die bekannteste popkulturelle Erscheinung dürfte das Palituch in der Vergangenheit als ständiger Begleiter des verstorbenen Yassir Arafat gehabt haben.
Für einige war das Tuch als politisches Symbol aufgrund der Assoziationen mit islamistischem Terror nicht mehr tragbar. Zunehmender Beliebtheit erfreute sich die Keffiya zwischenzeitlich auch unter Rechtsextremen. Sie trugen das Tuch als Symbol der Solidarität mit den Palästinensern, weil diese gegen den Staat Israel kämpfen.
Den meisten Trägern, die sich heute für das Tuch entscheiden, dürften solche Hintergründe völlig egal sein. Schließlich geht es ihnen um ein Accessoire und nicht um Politik. So antworteten die meisten von der Hamburger Morgenpost dazu befragten Menschen, dass es ihnen das Tuch ganz einfach gefällt und es warm hält. Angesichts des aktuellen Trends um das Pali Tuch entstanden mittlerweile auch Abwandlungen vom traditionellen Muster. So gibt es Tücher auf denen Davidsterne im Muster enthalten sind. Das Statement gegen Israel entfällt dabei einfach. In Berlin haben hedonistische Blogger vor kurzem ebenfalls das Palituch abgewandelt. An statt des traditionellen Musters finden sich dort u.a. Kondome, Sexspielzeuge, Ecstasy- und Viagra Pillen aufgedruckt. Über das Internet vertreiben sie ihre Version des Tuches.
Es ist, so scheint es, mittlerweile für jeden etwas dabei.
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