Harald Schmidt kämpft gegen Depressionen

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Harald Schmidt © DDP
11.06.2008

So richtig will das nicht zum Image des Entertainers passen...

Schmidt kämpft allerdings nicht gegen die eigenen Depressionen, sondern gegen die von etwa vier Millionen Deutschen. Der TV-Entertainer ist nun Schirmherr einer Stiftung für Depressionshilfe.

Selbst ist er noch nie von der Krankheit betroffen gewesen. Dennoch setzt Schmidt sich gern für die Stiftung ein. Als das Angebot für die Schirmherrschaft kam, habe er sofort zugesagt. Depressionen sind seiner Ansicht nach weit verbreitet, sie werden aber nicht oft thematisiert. Schmidt wolle deshalb "mediale Anschubhilfe" leisten und Betroffene ermutigen, einen Arzt aufzusuchen und zu ihrem Problem zu stehen.

Der Stiftungsvorsitzende Ulrich Hergel freut sich über das Engagement des Entertainers und Kabarettisten. "Wir können uns keinen besseren Schirmherrn vorstellen als Herrn Schmidt", betonte er. Harald Schmidt stehe für grotesken Humor und sorge für befreiendes Lachen über eigene Unzulänglichkeiten. Lautes Lachen sei ein "Schutzreflex", erläutert Hegerl. Eine Fähigkeit, die Menschen mit schweren Depressionen verloren hätten.

Schmidt beginnt schon jetzt mit der Lachtherapie

Der Entertainer nimmt seinen Job offenbar sehr ernst und hat mit den Witzen schon begonnen: Ihm schwebe eine "Depressionsgala" vor, eine Veranstaltung ähnlich den zahlreichen Galas für Aids oder Krebs. Er sei schon jetzt gespannt, wie die Intendanten auf seinen Vorschlag reagieren, scherzte Schmidt heute in Berlin. Die Show würde er auch selbst moderieren. Nur die Auswahl der teilnehmenden Künstler bereite ihm Kopfzerbrechen, schließlich müsse man vorher schauen, wer von den Kollegen mitwirke und wessen Mitwirken eher Depressionen auslöse.

(ddp/sh)
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