Mies: Weniger Geld für Frauen

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© Dmitriy Shironosov, 2008
11.06.2008

So finster wie in Deutschland sieht es sonst nur in Estland, Zypern und in der Slowakei aus...

Nach Angaben der EU-Komission liegt der durchschnittliche Stundenlohn von Frauen in Deutschland um rund 22 Prozent unter dem der Männer. Frauen werden hierzulande also noch immer deutlich schlechter bezahlt als ihre männlichen Kollegen. Überdies gehört ausgerechnet Deutschland damit zu den Staaten mit der größten Ungleichheit bei der Bezahlung von Männern und Frauen und fällt deutlich hinter vergleichbare Industrienationen zurück. Der EU-Durchschnitt liegt nämlich bei 15 Prozent Lohngefälle, und nur in Estland, Zypern und in der Slowakei seien die Unterschiede noch größer oder ebenso groß wie in Deutschland. Erstaunlicherweise ist das Lohngefälle umso niedriger, je geringer die Beteiligung von Frauen am Arbeitsmarkt ist.

Der EU-Kommissar Spidla forderte die deutschen Arbeitgeber angesichts dieses Ergebnisses auf, das Prinzip 'gleicher Lohn für gleiche Arbeit' wirklich umzusetzen. Darüber hinaus verlangte er eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Außerdem sollen seiner Ansicht nach mehr Frauen in Führungspositionen eingesetzt werden.

Dass noch immer so wenige Spitzenpositionen in Deutschland von Frauen besetzt werden, erstaunt aufgrund einiger bedeutender amerikanischer Studien, die belegen, dass Unternehmen mit Frauen an der Spitze besser laufen. Der Spion hat darüber bereits berichtet.

(ddp/sh)
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