Rechtsextreme Kameradschaft in MV verboten

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29.05.2009

Erfolg gegen Rechtsextremismus im Nordosten: Die braune Kameradschaft "Mecklenburgische Aktionsfront" wurde verboten.

Wie das Innenministerium unseres Bundeslandes gestern meldete, hat Innenminister Lorenz Caffier die rechtsextreme Kameradschaft "Mecklenburgische Aktionsfront" (M.A.F.) verboten.

"Rechtsextremismus entschlossen bekämpfen"

Caffier kommentierte sein Eingreifen mit den Worten: "Wir haben alle Möglichkeiten des Rechtsstaates voll ausgeschöpft, um den widerlichen Umtrieben dieser Kameradschaft ein Ende zu setzen. Unsere Erkenntnisse über diese rechtsextremistische Organisation haben ein Gesamtbild ergeben, das ein Vereinsverbot erfordert. Die M.A.F. verherrlicht den Nationalsozialismus, sie äußert sich antisemitisch und rassistisch und handelt nach Art. 18a der Landesverfassung Mecklenburg-Vorpommern verfassungswidrig. Folglich habe ich die Kameradschaft verboten. Ich werde auch in Zukunft den Rechtsextremismus entschlossen bekämpfen, das heutige Verbot steht für Null Toleranz."

Mit NPD verbunden

Laut dem Innenministerium sei die Mecklenburgische Aktionsfront eine besonders im Raum Neustrelitz und Neubrandenburg aktive Neonazigruppierung gewesen, zu deren Kern etwa zehn bis 15 Anhänger gehörten. Sie sei wesentlich in die rechtsextremen Strukturen des Bundeslandes und der NPD eingebunden und eine der aktivsten Kameradschaften in Mecklenburg-Vorpommern gewesen. Dem Portal endstation-rechts.de zufolge sei der Kopf der Gruppe der stellvertretende NPD-Landesvorsitzende David Petereit gewesen.

Die Kameradschaft selbst habe sich erhaben über das Verbot gezeigt. Sie sehe die Angelegenheit als "sportlich" und hoffe, mit dem Verbot "Eingang in die Geschichtsbücher des folgenden Staates" zu finden. Auf ihrer Internetseite habe es geheißen, die 20-seitige Verbotsverfügung lese sich wie ein Ruhmesblatt.

Die Poliitker der demokratischen Parteien begrüßten unterdessen das Verbot.

(sh)
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